Dividenden im Blick behalten: So hilft dir der Dividenden-Kompass

Die erste Dividendengutschrift ist schnell gefunden. Wenn später mehrere Wertpapiere dazukommen, wird die Übersicht schwieriger: Welche Zahlungen sind bereits eingegangen? Wie viel Geld hast du investiert? Welche Sparraten laufen weiter und wie weit bist du von deinem eigenen Ziel entfernt?

Der Dividenden-Kompass hilft dir, diese Angaben in einer Excel-Datei zusammenzuführen. Du erfasst dein Depot, dokumentierst erhaltene Ausschüttungen und stellst deine Planung daneben. So kannst du deine Zahlen regelmäßig nachvollziehen, statt sie aus einzelnen Abrechnungen zusammenzusuchen.

Was sind Dividenden – und warum lohnt sich eine Übersicht?

Unternehmen können einen Teil ihres Gewinns an ihre Aktionäre ausschütten. Diese Zahlung heißt Dividende. Bei Fonds können Erträge ebenfalls ausgeschüttet oder innerhalb des Fonds wieder angelegt werden. Eine Ausschüttung ist dabei etwas anderes als eine Kursveränderung: Für deine Übersicht ist es sinnvoll, beides getrennt zu betrachten.

Wenn du Dividendeneinnahmen dokumentierst, siehst du, was tatsächlich auf deinem Konto angekommen ist. Das ist eine andere Information als eine Schätzung für das kommende Jahr. Deine Tabelle sollte diese beiden Fragen deshalb getrennt beantworten: Was habe ich erhalten – und womit rechne ich unter meinen derzeitigen Annahmen?

Eine Prognose ist keine zugesagte Zahlung. Ausschüttungen können sich verändern oder ausfallen. Auch ein übersichtlich geführtes Depot kann an Wert verlieren. Eine Excel-Datei macht deine Angaben nachvollziehbar; sie entscheidet nicht, welche Anlage zu dir passt.

Welche Bereiche enthält der Dividenden-Kompass?

Depot und Watchlist zusammen ordnen

In den Stammdaten hältst du unter anderem Wertpapier, Kennnummer, Stückzahl und durchschnittlichen Kaufkurs fest. Die Portfolio-Ansicht führt deine erfassten Bestände zusammen. Wertpapiere, die du zunächst nur beobachten möchtest, bleiben in der Watchlist.

Das ist praktisch, wenn du vorhandene Positionen von möglichen späteren Käufen unterscheiden möchtest. Ein Eintrag auf der Watchlist bedeutet noch nicht, dass du dieses Wertpapier besitzt oder daraus bereits Einnahmen erhältst.

Erhaltene Dividenden dokumentieren

Im Dividendenbereich trägst du das Datum der Gutschrift, das zugehörige Wertpapier und den tatsächlich erhaltenen Betrag ein. Für zusätzliche Informationen gibt es eine Notiz beziehungsweise eine Angabe zur Art der Zahlung.

Die Kontoabrechnung bleibt dabei deine Grundlage. Du übernimmst die Zahlung, die dir tatsächlich gutgeschrieben wurde. So bleibt deine Dokumentation auch später verständlich, wenn mehrere Ausschüttungen an ähnlichen Tagen eintreffen.

Sparraten und Wiederanlage festhalten

Die Datei unterscheidet deine eigene Sparrate von einer eingeplanten Wiederanlage von Dividenden. Dadurch kannst du nachvollziehen, welchen Betrag du selbst regelmäßig bereitstellst und welchen Anteil du zusätzlich aus erhaltenen Ausschüttungen einplanst.

Für den Familienalltag ist diese Trennung hilfreich: Eine feste Sparrate gehört in eure laufende Finanzplanung. Eine erwartete Ausschüttung sollte nicht ungeprüft wie ein sicherer monatlicher Geldeingang behandelt werden.

Ziele und Fortschritt im Dashboard ansehen

Du kannst ein persönliches monatliches Dividendenziel hinterlegen. Das Dashboard stellt unter anderem Sparraten, investiertes Kapital, erfasste Dividenden und Planwerte dar. Zusätzlich zeigt die Datei den Fortschritt der vorgesehenen Planungsphasen.

Die Ampel dient der Darstellung dieses Fortschritts. Sie ist kein Qualitätssiegel für ein Wertpapier und kein Kaufsignal. Ob ein Investment geeignet ist, lässt sich nicht aus der Farbe einer Fortschrittsanzeige ableiten.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag

Angenommen, dir werden im April 18 € und im Juni weitere 24 € als Dividenden gutgeschrieben. Du erfasst beide Zahlungen mit Datum und zugehörigem Wertpapier. In deiner Dokumentation stehen damit 42 € tatsächlich erhaltene Dividenden.

Unabhängig davon kannst du ein persönliches Planungsziel von beispielsweise 10 € im Monatsdurchschnitt festlegen. Das entspricht rechnerisch 120 € pro Jahr. Dieses Ziel sagt nicht, dass jeden Monat genau 10 € ausgezahlt werden: Die Zahlungen können über das Jahr unterschiedlich verteilt sein.

Auch eine Jahresprognose wird erst durch den Vergleich mit deinen tatsächlichen Gutschriften überprüfbar. Wenn eine Zahlung anders ausfällt als erwartet, passt du deine Annahmen an. Du behandelst einen geschätzten Betrag nicht nachträglich als erhaltenes Geld.

Die genannten Beträge sind ein frei gewähltes Rechenbeispiel und keine Renditeprognose.

So beginnst du mit deiner Datei

  1. Lege die benötigten Depotübersichten und Ausschüttungsabrechnungen bereit.
  2. Erfasse deine Bestände und Kaufdaten in den Stammdaten. Beobachtete Wertpapiere ordnest du der Watchlist zu.
  3. Prüfe die hinterlegten Kurswerte und die für deine Excel-Version verfügbaren Aktualisierungsmöglichkeiten.
  4. Trage bereits gutgeschriebene Dividenden anhand deiner Abrechnungen ein.
  5. Hinterlege dein eigenes Ziel und prüfe, welche Annahmen deinen Planwerten zugrunde liegen.
  6. Vergleiche die Übersicht regelmäßig mit deinen aktuellen Unterlagen.

Plane für die erste Einrichtung einen ruhigen Moment ein. Wenn ein Wert fehlt, kläre ihn anhand deiner Abrechnung, statt ihn zu schätzen. Später kannst du die Datei in einer festen Routine aktualisieren, beispielsweise wenn neue Käufe oder Ausschüttungen hinzugekommen sind.

Was du für die Nutzung wissen solltest

Der Dividenden-Kompass ist eine Excel-Datei. Die vorgesehenen Eingabebereiche sind für deine Angaben gedacht; Formel- und Auswertungsbereiche werden durch Blattschutz vor versehentlichen Änderungen geschützt.

Die Datei enthält einen Kursbereich. Aktualität und Verfügbarkeit von Kursinformationen hängen von den verwendeten Excel-Funktionen und deiner Umgebung ab. Prüfe die Anleitung und die Kursangaben, bevor du daraus Schlüsse ziehst. Die Datei ersetzt weder deine Depotabrechnungen noch eine Prüfung von Steuerunterlagen.

Passt der Dividenden-Kompass zu dir?

Die Vorlage passt zu dir, wenn du deine Wertpapiere und Dividendeneinnahmen selbst in Excel dokumentieren möchtest und eine gemeinsame Übersicht für Bestände, Sparraten und Ziele suchst.

Wenn du zunächst eure Einnahmen, Ausgaben, Rücklagen und Verpflichtungen ordnen möchtest, beginne mit den Ersten Schritten für eure Familienfinanzen. Die dafür passenden Vorlagen findest du unter Downloads.

Der Familien-Finanzplaner und der Dividenden-Kompass haben unterschiedliche Aufgaben. Der Finanzplaner strukturiert eure Familienfinanzen. Der Dividenden-Kompass vertieft die Dokumentation deines Wertpapierdepots und deiner Ausschüttungen. Er ist ein eigenständiges Produkt und nicht in den Finanzplaner-Paketen enthalten.

Deine nächste Übersicht beginnt mit deinen eigenen Zahlen

Mit dem Dividenden-Kompass hältst du fest, was du besitzt, welche Dividenden du erhalten hast und welche Ziele du verfolgst. Du kannst Bestände, Planwerte und Fortschritte gemeinsam ansehen und bei Veränderungen gezielt nacharbeiten.

Alternativ: Dividenden-Kompass unter Downloads ansehen.

Der Dividenden-Kompass dient der persönlichen Dokumentation und Planung. Er ist keine individuelle Anlageberatung und enthält keine Zusage bestimmter Erträge.

Quelle für die Begriffserklärung: Börsenlexikon der Deutschen Börse: Ausschüttung.