Frühstartrente 2027: Was Eltern jetzt wissen sollten

Stell dir vor, dein Kind bekommt vom Staat jeden Monat zehn Euro für seine spätere Altersvorsorge. Genau das ist die Idee hinter der geplanten Frühstartrente. Wenn alles nach Plan läuft, soll es 2027 losgehen. Aber welche Kinder bekommen die Förderung? Brauchst du dafür ein neues Depot? Und warum kann man sich das Geld nicht einfach zum 18. Geburtstag auszahlen lassen?

Hier erfährst du ohne komplizierte Fachwörter, was bislang geplant ist, worauf du als Elternteil achten solltest und wie die Frühstartrente in eure Familienfinanzen passt. Ohne unrealistische Versprechen – dafür mit Fakten und praktischen Tipps.

Stand: 13. Oktober 2026. Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf am 12. August 2026 beschlossen. Ein endgültig verabschiedetes Frühstartrentengesetz liegt noch nicht vor. Für den 16. Oktober 2026 ist eine Abstimmung im Bundestag vorgesehen. Deshalb können sich Einzelheiten noch ändern.

Das Wichtigste zur Frühstartrente auf einen Blick

  • Der Bund plant, 10 Euro monatlich für jedes anspruchsberechtigte Kind zu zahlen.
  • Starten soll das Ganze 2027. Zunächst sind die Geburtsjahrgänge 2020 und 2021 vorgesehen; der Jahrgang 2020 soll die Förderung rückwirkend für 2026 erhalten.
  • Das Geld soll in einen besonderen, zertifizierten Altersvorsorgedepot-Vertrag auf den Namen deines Kindes fließen. Ein gewöhnliches Kinderdepot reicht dafür nicht automatisch.
  • Eltern oder Großeltern können zusätzlich Geld einzahlen, müssen es aber nicht.
  • Wenn ihr keinen eigenen Vertrag abschließt, ist eine staatliche Auffanglösung vorgesehen.
  • Das geförderte Geld ist für die Altersvorsorge gedacht und soll grundsätzlich erst ab Vollendung des 65. Lebensjahres ausgezahlt werden können.

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Was ist die Frühstartrente eigentlich?

Die Frühstartrente soll Kindern ermöglichen, schon früh mit der privaten Altersvorsorge anzufangen. Statt die staatlichen Beiträge auf einem gewöhnlichen Sparkonto anzusparen, soll das Geld langfristig am Kapitalmarkt angelegt werden. Dafür ist ein besonderer Altersvorsorgedepot-Vertrag vorgesehen.

Die Idee dahinter ist einfach: Wer früh anfängt und lange investiert bleibt, hat viel Zeit, um mögliche Erträge wieder anzulegen. So kann auch aus kleinen monatlichen Beträgen im Laufe der Jahrzehnte ein größerer Betrag entstehen. Das ist eine Chance, aber keine Garantie. Wertpapiere und Fonds können auch an Wert verlieren, und ein bestimmter späterer Depotwert steht nicht fest.

Die Frühstartrente ersetzt weder die gesetzliche Rente noch das Kindergeld. Sie ist als zusätzlicher Baustein für die spätere Altersvorsorge gedacht.

Falls du dich bisher wenig mit Fonds und Börse beschäftigt hast, lies unseren Ratgeber Was ist ein ETF? Der verständliche Einstieg für Familien. Dort erklären wir, wie Fonds funktionieren, was breite Streuung bedeutet und welche Risiken dazugehören.

Wann geht es los – und für welche Kinder?

Nach dem Regierungsentwurf soll das Gesetz am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Die ersten Förderzahlungen sind für 2027 vorgesehen. Für Kinder des Geburtsjahrgangs 2020 sollen die Beiträge für das Jahr 2026 rückwirkend gewährt werden.

Der Start ist schrittweise geplant:

Geburtsjahrgang 2020: Diese Kinder werden 2026 sechs Jahre alt. Für sie ist eine rückwirkende Förderung für 2026 vorgesehen.

Geburtsjahrgang 2021: Er soll 2027 einbezogen werden, also in dem Jahr, in dem die Kinder sechs Jahre alt werden.

Geburtsjahrgang 2022 und jünger: Ab 2028 soll jedes Jahr der Jahrgang hinzukommen, der im betreffenden Kalenderjahr seinen sechsten Geburtstag feiert.

Ältere Kinder: Für Kinder, die vor 2020 geboren wurden, ist nach dem bisherigen Gesetzentwurf keine staatliche Frühstartrentenförderung vorgesehen. Andere Formen des Sparens oder Investierens für diese Kinder bleiben natürlich möglich.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass das Kind seinen ersten Wohnsitz in Deutschland hat. Die staatliche Förderung soll unabhängig vom Einkommen der Eltern sein und grundsätzlich vom vollendeten sechsten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr laufen.

Ist dein Kind beispielsweise 2019 geboren, solltest du nach dem aktuellen Entwurf nicht mit den monatlichen zehn Euro rechnen. Für eigene Sparziele gibt es dennoch andere Möglichkeiten.

Muss ich dafür ein neues Depot eröffnen?

Eltern sollen für ihr Kind bei einem geeigneten Anbieter einen zertifizierten Standarddepot-Vertrag Altersvorsorge eröffnen können. Der Vertrag muss die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und auf den Namen des Kindes laufen.

Das ist etwas anderes als ein normales Kinder- oder Juniordepot. Ein bestehender ETF-Sparplan für Kinder wird also nicht automatisch zu einem geförderten Frühstartrentenvertrag. Warte deshalb die endgültigen Regeln und die Angebote der Anbieter ab, bevor du einen Vertrag allein wegen der Förderung abschließt.

Ist ein passender Vertrag abgeschlossen, soll der Anbieter die staatlichen Beiträge beantragen. Ein zusätzlicher Förderantrag der Eltern bei einer Behörde ist nach dem derzeitigen Konzept nicht vorgesehen.

Was passiert, wenn ich gar keinen Vertrag abschließe?

Nicht jede Familie kann oder möchte sofort einen Depotanbieter auswählen. Deshalb sieht der Gesetzentwurf eine Auffanglösung vor: Ohne individuellen Frühstartrentenvertrag sollen die staatlichen Beiträge für anspruchsberechtigte Kinder kollektiv am Kapitalmarkt angelegt werden. Die Verwaltung ist bei der Deutschen Bundesbank vorgesehen.

Später soll sich der für das Kind angesparte Anspruch in einen eigenen zertifizierten Altersvorsorgevertrag übertragen lassen. Nach dem derzeitigen Entwurf ist das grundsätzlich bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres möglich.

Diese Frist ist wichtig: Wird das Geld aus der kollektiven Anlage bis dahin nicht in einen passenden Vertrag übertragen, soll der Anspruch nach dem derzeitigen Entwurf verfallen. Die Auffanglösung ist also keine dauerhaft unbegrenzt verfügbare Geldanlage.

Münzen in einem Sparglas als Symbol für regelmäßige Beiträge und den langfristigen Vermögensaufbau

Bild: Nick Fewings / Unsplash.

Wie viel Geld zahlt der Staat wirklich ein?

Geplant sind 10 Euro im Monat, also 120 Euro im Jahr. Bei zwölf vollen Förderjahren ergibt das rechnerisch 1.440 Euro staatliche Einzahlungen.

Hinzu kommen mögliche Gewinne oder Verluste aus der Kapitalmarktanlage. Wie sich das Vermögen entwickelt, hängt unter anderem von den tatsächlich erzielten Renditen, den Kosten und der Anlagedauer ab.

Das Bundesfinanzministerium zeigt eine Modellrechnung mit einer angenommenen durchschnittlichen Wertentwicklung von 7 Prozent jährlich. In diesem Beispiel entstehen aus den staatlichen Beiträgen rund 2.200 Euro zum 18. Geburtstag. Bleibt das Geld ohne weitere Einzahlungen bis zum 65. Lebensjahr angelegt, könnten daraus rechnerisch etwa 53.000 Euro werden.

Das ist ausdrücklich kein Versprechen. Die tatsächliche Wertentwicklung kann höher oder niedriger ausfallen. Auch Verluste sind möglich. Die genannten Beträge sind nominal, also ohne Abzug der Inflation, und die spätere Besteuerung der Auszahlung ist noch nicht berücksichtigt.

Entscheidend ist deshalb nicht die große Zahl am Ende, sondern die sehr lange Zeit, in der sich eine Anlage entwickeln kann.

Können Eltern oder Großeltern selbst Geld dazulegen?

Ja, freiwillige zusätzliche Einzahlungen sollen möglich sein. Der Regierungsentwurf sieht dafür eine Obergrenze von 6.840 Euro pro Kalenderjahr vor. Das ist eine rechtliche Höchstgrenze und keine Empfehlung für die Höhe der Sparrate.

Auch kleine eigene Beiträge können langfristig einen Unterschied machen. Trotzdem sollte eine Sparrate zu eurem Alltag passen. Wenn das Haushaltsbudget knapp ist oder der Notgroschen fehlt, wäre es nicht sinnvoll, Geld nur wegen einer optimistischen Beispielrechnung langfristig zu binden.

Beginne lieber mit einem ehrlichen Blick auf eure Zahlen. Unser Beitrag Familien-Monatsbudget: Einkommen und Ausgaben unter Kontrolle zeigt dir, wie du Ausgaben, Rücklagen und freie Beträge Schritt für Schritt sortierst.

Welche Kosten und Risiken solltest du kennen?

Ein Altersvorsorgedepot ist keine Anlage mit garantierter Wertentwicklung. Das solltest du bei der Planung berücksichtigen. Auch wenn der Staat seinen Anteil dazugibt, kann der Wert deines Depots zwischendurch mal sinken. Aktien und Aktienfonds können im Wert schwanken. Ein langer Anlagezeitraum kann helfen, vorübergehende Schwankungen besser auszuhalten, garantiert aber weder eine Erholung noch einen Gewinn.

Bei den geplanten, staatlich geförderten Standarddepot-Verträgen soll es einen Effektivkostendeckel von einem Prozent geben. Bis zur Volljährigkeit deines Kindes sollen außerdem keine Abschluss- und Vertriebskosten anfallen. Das heißt allerdings nicht, dass der Vertrag vollständig kostenlos ist. Alle Kosten müssen klar und verständlich aufgeführt werden, damit du sie später auch vergleichen kannst.

Schau dir deshalb, sobald konkrete Angebote vorliegen, nicht nur die beworbenen Renditebeispiele an. Viel wichtiger sind die tatsächliche Geldanlage, wie gut sie gestreut ist, die genauen Vertragsbedingungen und natürlich die gesamten laufenden Kosten. Falls du Aktien, Kurse und Depots erst kennenlernen möchtest, findest du hier die Grundlagen: Wie funktioniert die Börse? Aktien, Kurse und Depots einfach erklärt.

Kann mein Kind die Frühstartrente mit 18 Jahren auszahlen lassen?

Grundsätzlich nein. Nach dem derzeitigen Entwurf ist eine Auszahlung des geförderten Vermögens zum 18. Geburtstag nicht vorgesehen. Das Geld aus der staatlich geförderten Frühstartrente soll wirklich für die spätere Altersvorsorge gedacht sein. Eine Auszahlung dieses Kapitals und der daraus entstehenden Gewinne ist grundsätzlich erst ab dem 65. Geburtstag deines Kindes vorgesehen.

Das ist auch der größte Unterschied zu Geld, das du zum Beispiel für den Führerschein, eine Ausbildung, das Studium oder die erste Wohnung deines Kindes sparst. Für solche Ziele brauchst du dann eine andere Lösung.

Ab der Volljährigkeit soll ein Übergang in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge möglich sein. Laut Entwurf sollen die Erträge bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei bleiben. Wenn das Geld dann ausgezahlt wird, musst du die zu dem Zeitpunkt geltende Besteuerung beachten.

Kurz gesagt: Die Frühstartrente ist für das Rentenalter gedacht, nicht um den Start ins Erwachsenenleben zu finanzieren.

Frühstartrente oder Kinderdepot: Was macht mehr Sinn?

Hier gibt es keine pauschale Antwort, die für jeden passt. Beide Modelle haben unterschiedliche Zwecke.

Frühstartrente: Hier gibt es geplante staatliche Beiträge für Kinder, die die Voraussetzungen erfüllen. Es ist eine langfristige Geldanlage, und das geförderte Vermögen ist grundsätzlich bis zum Rentenalter gebunden.

Normales Kinderdepot: Hier können Eltern Geld für ihr Kind in Wertpapiere anlegen, zum Beispiel über einen ETF-Sparplan. Eine spezielle Frühstartrenten-Förderung gibt es dafür aber nicht automatisch. Wann und wie man über das Geld im Depot verfügen kann, hängt vor allem von den Eigentumsverhältnissen, dem Alter des Kindes und den gesetzlichen Regeln ab. Auch hierbei sind Kursverluste möglich.

Tagesgeld und andere kurzfristig verfügbare Rücklagen: Sie können sinnvoll sein, wenn du Geld in absehbarer Zeit brauchst und Kursschwankungen vermeiden möchtest. Hier spielen dann die Einlagensicherung, die Zinsen und die genauen Bedingungen des Anbieters eine Rolle.

Ein konkretes Beispiel: Ihr wollt für euer Kind Geld für den Führerschein in zehn Jahren zurücklegen. Dieses Ziel passt nicht zur Frühstartrente, deren Vermögen ja grundsätzlich bis 65 gebunden ist. Wenn ihr aber einen zusätzlichen Baustein für das spätere Rentenalter schaffen wollt, dann erfüllt die Frühstartrente genau diesen Zweck.

Bevor du also Geld beiseitelegst, kläre erstmal, wann es gebraucht wird. In unserem Artikel Finanzielle Ziele für Familien planen zeigen wir dir, wie ihr Ziele, Zeiträume und monatliche Sparbeträge gemeinsam festlegen könnt.

Werbung / Affiliate-Link: Wenn du unabhängig von der geplanten staatlichen Frühstartrente Geld für dein Kind in Wertpapieren anlegen möchtest, kannst du dir beispielsweise das comdirect Junior Depot ansehen. Das ist ein normales Kinderdepot und nicht automatisch ein förderfähiger Frühstartrentenvertrag. Prüfe die aktuellen Kosten, Risiken und Regelungen zur Verfügung über das Depot. Bei einem Abschluss über den Link können wir eine Provision erhalten.

Wie passt die Frühstartrente zu mehreren Kindern und zur Altersvorsorge der Eltern?

Wenn du mehrere Kinder hast, merkst du schnell, wie wichtig es ist, die Ziele getrennt voneinander zu betrachten. Für jedes Kind können andere Geburtsjahrgänge, andere Fördermöglichkeiten und unterschiedliche Sparhorizonte gelten.

Dabei solltest du drei Bereiche klar voneinander trennen: die laufende finanzielle Sicherheit deiner Familie, die Wünsche und Startchancen deiner Kinder und deine eigene Altersvorsorge als Eltern. Die staatlichen zehn Euro ersetzen weder euren Notgroschen noch eine ausreichende persönliche Vorsorge.

Gerade wenn du in Elternzeit, Teilzeit oder längeren Familienphasen bist, lohnt es sich, auch die eigenen Rentenansprüche als Eltern im Auge zu behalten. Dafür haben wir den Ratgeber Altersvorsorge als Familie: So verschaffst du dir einen Überblick vorbereitet.

Und falls du eure finanziellen Ziele insgesamt strukturieren möchtest, findest du auf Erste Schritte einen guten Überblick für die ganze Familie.

Was kannst du als Mutter oder Vater jetzt schon tun?

  1. Geburtsjahr checken. Geh nicht automatisch davon aus, dass alle Kinder ab 2027 gefördert werden. Laut Entwurf ist der Start auf die Jahrgänge 2020 und 2021 begrenzt, mit einer schrittweisen Erweiterung später.
  1. Das Gesetzgebungsverfahren abwarten. Ein Regierungsentwurf ist noch kein geltendes Gesetz. Bevor du einen Vertrag abschließt, schau genau, welche Regeln dann wirklich gelten.
  1. Sparziele trennen. Leg fest, welches Geld für Ausbildung und Wünsche vor dem Rentenalter gebraucht wird und welcher Betrag langfristig gebunden bleiben kann.
  1. Konditionen vergleichen, sobald es passende Verträge gibt. Zertifizierung, Auswahl der Anlageprodukte, Kosten und Bedingungen sind wichtiger als nur plakative Versprechen von hohen Gewinnen.
  1. Das Familienbudget realistisch betrachten. Zusätzliche private Einzahlungen sind freiwillig. Sie sollen eure Finanzen ergänzen, nicht unnötig belasten.
  1. Unterlagen und Entscheidungen dokumentieren. Falls ihr später einen Vertrag abschließt, gehören Vertragsdaten, Kosteninformationen und Ansprechpartner in eure Finanzübersicht.

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Häufige Fragen zur Frühstartrente 2027

Bekommen Kinder ab 2027 automatisch zehn Euro?

Nicht alle. Für 2027 sieht der Gesetzentwurf die Geburtsjahrgänge 2020 und 2021 vor; für 2020 ist zusätzlich eine rückwirkende Förderung für 2026 geplant. Danach sollen jährlich weitere Sechsjährigen-Jahrgänge dazukommen. Ob und wie die endgültige Regelung umgesetzt wird, entscheidet das laufende Gesetzgebungsverfahren.

Müssen wir als Eltern selbst zehn Euro einzahlen?

Nein. Die staatliche Förderung soll ohne eine verpflichtende eigene Einzahlung möglich sein. Freiwillige Zuzahlungen sind aber vorgesehen.

Ist ein normales Juniordepot automatisch förderfähig?

Nein. Für die staatliche Frühstartrente ist laut Entwurf ein spezieller, zertifizierter Altersvorsorgedepot-Vertrag nötig. Ein gewöhnliches Kinderdepot kann zwar andere Ziele erfüllen, ersetzt diesen Vertrag aber nicht automatisch.

Was passiert, wenn wir keinen Vertrag auswählen?

Nach dem Gesetzentwurf werden die staatlichen Beiträge für anspruchsberechtigte Kinder kollektiv angelegt. Eine spätere Übertragung in einen passenden individuellen Altersvorsorgevertrag soll grundsätzlich bis zum vollendeten 35. Lebensjahr möglich sein; danach soll der Anspruch aus der kollektiven Anlage verfallen.

Kann das Geld für Studium oder Führerschein verwendet werden?

Das geförderte Frühstartrentenvermögen grundsätzlich nicht: Es soll bis zum Rentenalter gebunden bleiben. Für Wünsche, die früher anfallen, brauchst du einen separaten Sparplan.

Sind die möglichen 53.000 Euro garantiert?

Nein. Diese Zahl kommt von einer Modellrechnung des Bundesfinanzministeriums, die von einer angenommenen jährlichen Wertentwicklung von sieben Prozent ausgeht. Schwankungen, Inflation und spätere Steuern können das Ergebnis aber deutlich verändern.

Was ist mit älteren Kindern, zum Beispiel Jahrgang 2018?

Für diese Jahrgänge ist nach dem bisherigen Entwurf keine staatliche Frühstartrentenförderung vorgesehen. Eltern können aber natürlich trotzdem unabhängig davon Geld für ihre Kinder anlegen.

Fazit: Die Förderung prüfen und die gesamte Familie im Blick behalten

Die Frühstartrente könnte für anspruchsberechtigte Kinder ein zusätzlicher Baustein für die spätere Altersvorsorge werden. Zehn Euro im Monat lösen zwar nicht alle finanziellen Fragen einer Familie, aber sie können früh einen guten Anfang machen.

Drei Dinge sind dabei entscheidend: Die gesetzlichen Regeln müssen feststehen, ein passender Vertrag muss wirklich zugelassen sein und die Geldanlage muss zum langfristigen Ziel passen.

Gleichzeitig solltest du für die Zukunft deiner Kinder auch an andere Ziele denken: einen ausreichenden Notgroschen, die Ausbildung, die erste eigene Wohnung und eure eigene Altersvorsorge als Eltern. Wer dafür unterschiedliche Töpfe plant, behält viel leichter den Überblick.

Dein nächster Schritt: Checke zuerst das Geburtsjahr deines Kindes und bringe danach eure finanziellen Ziele in Ordnung. Starte dafür am besten mit unseren sieben Schritten für Familienfinanzen. Wenn du dabei persönliche Unterstützung beim Ordnen von Budget, Rücklagen und Vorsorge möchtest, kannst du dich über den Familien-Finanzcheck im Coaching informieren. Das Coaching hilft dir, eure Situation zu strukturieren; es ist aber keine individuelle Empfehlung für einen bestimmten Frühstartrentenvertrag.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Stand der Informationen: 13. Oktober 2026.

Offizielle Quellen und weiterführende Informationen

Altersvorsorge als Familie: So verschaffst du dir einen Überblick

Die Behandlung von Ruhestandsbestimmungen wird oft auf später verschoben. Manchmal gibt es einfach nicht genug Stunden am Tag, um über Ruhestand nachzudenken. Andere Dinge haben Vorrang, wie tägliche Kosten (Miete oder Hypothek, Nahrung usw.), die Kinder, das Auto, Reserven, Urlaube und andere Ausgaben.

Es ist gut, die eigenen Ruhestandsbestimmungen nicht aufzuschieben. Das Erste, was zu tun ist, ist nicht, einen neuen Vertrag zu unterschreiben oder eine bestimmte Anlage auszuwählen. Das Erste ist viel einfacher. Was haben Sie schon? Was haben Sie Anspruch darauf? Welche Dokumente haben Sie? Was erwarten Sie später zu bekommen? Am wichtigsten, was ist noch unklar?

Dieser Artikel handelt davon, eine Bestandsaufnahme der Ruhestandsbestimmungen zu machen, die Sie bereits haben, um herauszufinden, was Sie haben, und um die oben genannten Fragen zu beantworten.

Wir helfen Familien dabei, ihre Ruhestandsbestimmungen zu organisieren, um ihnen einen Gesamtüberblick darüber zu geben, was sie haben. Wenn Sie die Finanzen Ihrer Familie als Ganzes organisieren möchten, können Sie unseren anderen Artikel sehen, Schritt für Schritt, über die Organisation der Familienfinanzen, hier:

Familienfinanzen organisieren: In 7 Schritten zum Überblick

Älteres Paar prüft gemeinsam Finanz- und Vorsorgeunterlagen
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

WARUM ALTERSVORSORGE IN FAMILIEN SCHNELL UNÜBERSICHTLICH WIRD

Ruhestandsbestimmungen stammen in der Regel nicht aus einem einzelnen Vertrag.

Ein Elternteil war möglicherweise viele Jahre beschäftigt und hat Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Es kann eine Rente vom Arbeitgeber geben.

Es kann auch einen alten Riester-Vertrag, eine private Rente oder eine andere private Vorsorge geben.

Der andere Elternteil kann einen völlig anderen Karriereweg haben.

Eine Familie zu gründen, Teilzeit zu arbeiten, selbstständig zu sein und Jobwechsel (einschließlich Auszeiten) können ebenfalls bedeuten, dass die Ruhestandslage für beide Partner ganz unterschiedlich aussieht.

Nach einigen Jahren landen unzählige Briefe, Kontoauszüge und Verträge an verschiedenen Orten verstreut.

Das Hauptproblem besteht üblicherweise nicht darin:

„Wir haben überhaupt keine Ruhestandsvorsorge.“

Es ist üblicherweise:

„Wir wissen nicht genau, was wir bereits haben.“

Und der beste Weg, dies anzugehen, ist eine Bestandsaufnahme.

DIE DREI KLASSISCHEN BEREICHE DER ALTERSVORSORGE

Zu Beginn können wir eine einfache Methode verwenden, um die drei klassischen Bereiche der Ruhestandsvorsorge zu identifizieren.

1. Gesetzliche Ruhestandsvorsorge

Dazu gehört in der Regel die Pflichtaltersvorsorge.

2. Betriebliche Ruhestandsvorsorge

Dazu gehören Rentenversprechen oder betriebliche Altersvorsorge, die vom Arbeitgeber bereitgestellt werden.

3. Private Ruhestandsvorsorge

Dazu gehören private Rentenpläne, bezuschusste Vorsorgeverträge oder andere langfristige Vorsorgeverträge.

Natürlich können Familien auch weitere Renten- und nicht-rentenbezogene Vermögenswerte aufbauen.

Zum Beispiel durch Immobilien, Ersparnisse oder Investitionen.

Für Planungszwecke sollten Folgendes separat dargestellt werden:

Renten- und Vorsorgeansprüche

und

weitere nicht rentenbezogene Vermögenswerte.

SCHRITT 1: ALLE VORSORGEUNTERLAGEN SAMMELN

Nicht mit Berechnungen beginnen.

Der erste Schritt ist, alle Unterlagen zu sammeln.

Dazu gehören:

  • aktuelle Informationen zu Ihrer Rente von der Deutschen Rentenversicherung
  • Rentenbescheide
  • Ihre betriebliche Ruhestandsvorsorge
  • Arbeitgeber- und Rentenversichererunterlagen
  • private Renten
  • Riester-Verträge
  • weitere private Vorsorgeverträge
  • Nachweise über Kapitalanlagen
  • Informationen über Immobilien
  • alte Verträge, bei denen Sie sich unsicher sind

Zu Beginn wird es nicht wichtig sein, alle Verträge vollständig zu verstehen.

Es wird entscheidend sein, alles zu erfassen.

DIE RENTENINFORMATION ALS WICHTIGER STARTPUNKT

Personen, die in das gesetzliche Rentenversicherungssystem eingezahlt haben und die Voraussetzungen erfüllen, werden regelmäßig mit einer Renteninformationsmitteilung informiert.

Diese Mitteilung enthält Informationen über bereits erworbene Rentenanwartschaften sowie darüber, wie Rentenleistungen unter bestimmten Annahmen abgeleitet werden könnten.

Diese Informationen sind wichtig für die Familienübersicht, um den aktuellen Stand zu bestimmen.

Die Prognosen sind jedoch keine Garantien zukünftiger tatsächlich gewährter Rentenleistungen.

Einkommen, Versicherung und rechtliche Bedingungen können sich bis zum Renteneintritt ändern.

Daher sollte die Renteninformation als Planungsdokument und nicht als endgültige Mitteilung betrachtet werden.

VERSICHERUNGSVERLAUF PRÜFEN

Neben der Rentenhöhe enthält die Versicherungsgeschichte auch Informationen zu perioden, die für Rentenansprüche relevant sind.

Diese können umfassen:

  • Beschäftigungsperioden
  • Ausbildungszeiträume
  • Kindererziehung
  • Krankheitszeiten
  • andere zeitlebens förderfähige Abschnitte

Fehlende oder inkorrekte Informationen sollten lange vor dem Rentenantrag auffindbar sein.

Abstimmungen der Konten können durchgeführt werden, um die Versicherungsgeschichte zu verifizieren.

Dies ist besonders wichtig für Familien mit Karriereunterbrechungen oder Unterbrechungen, Beschäftigungsphasen und Phasen unterschiedlicher Beschäftigung.

Die Versicherungsgeschichte ist ein Pflichtdokument in der Ruhestandsvorsorge für alle betroffenen Familienmitglieder.

DIE DIGITALE RENTENÜBERSICHT NUTZEN

Neben den einzelnen Unterlagen gibt es nun die digitale Rentenübersicht.

Sie bündelt Ansprüche aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge, sofern die jeweiligen Vorsorgeeinrichtungen verbunden sind.

Dies erleichtert die Bestandsaufnahme enorm.

Obwohl die digitale Rentenübersicht eine gute Zusammenfassung bietet, sind die Originalunterlagen weiterhin wichtig.

SCHRITT 2: DIE KERNDATEN FÜR JEDEN VORSORGEBLOCK AUFZEICHNEN

Sobald alle Unterlagen vorhanden sind, erfassen Sie die wichtigsten Daten für jeden Vorsorgeblock.

Für jeden Vorsorgeblock können Sie Folgendes aufnehmen:

  • Art der Vorsorge
  • Name des Anbieters oder Rententräger
  • Vertrags- oder Policennummer
  • Status
  • erwarteter oder garantierter Vorteil
  • Beginn der Leistungszahlung
  • Beitragsstatus
  • Arbeitgeberbeitrag, falls vorhanden
  • letzte Abrechnung
  • sind die Unterlagen vollständig?
  • ist eine Prüfung erforderlich?
  • Hinweis

Ziel ist nicht, eine fehlerfreie Datenbank zu haben.

Ziel ist nicht, später jedes Dokument überprüfen zu müssen.

GESETZLICHE, BETRIEBLICHE UND PRIVATE VORSORGE NICHT EINFACH ADDIEREN

Ein häufiger Fehler bei der Ruhestandsplanung besteht darin, einfach Zahlen aus Kontoauszügen zu addieren.

Dies kann sehr irreführend sein.

Verschiedene Anbieter haben unterschiedliche Arten, Daten darzustellen.

Es ist am besten, eine Prüfung der ersten Übersicht vorzunehmen, um zu bestimmen:

  • Was ist bereits vertraglich zugesichert?
  • Was ist garantiert?
  • Was wird erwartet oder prognostiziert?
  • Welche Annahmen stecken hinter der Prognose?

Erst dann kann man vernünftig mit den Zahlen weiterarbeiten.

SCHRITT 3: BEIDE PARTNER GETRENNT UND GEMEINSAM BETRACHTEN

Die Planung der Altersvorsorge ist äußerst persönlich.

Allerdings werden die Familienfinanzen zusammengeführt.

Deshalb muss jeder Partner zunächst seinen eigenen Altersvorsorgeplan erstellen.

Die Pläne werden anschließend gemeinsam überprüft.

Beispiel:

Welche Rentenansprüche hat Person A?

Was ist mit Person B?

Gibt es längere Teilzeit- oder Elternzeitabschnitte für einen Elternteil?

Gibt es berufsständische Rentenversicherungen beim aktuellen oder früheren Arbeitgeber?

Hat eine Person eine größere private Vorsorge getroffen?

Was haben sie sonst noch gemeinsam?

Unterscheidet sich die Altersvorsorge in der Familie erheblich?

TEILZEIT, ELTERNZEIT UND FAMILIENPHASEN NICHT VERGESSEN

Vor allem für Familien verlaufen Karrierewege nicht immer geradlinig.

Ansprüche auf Altersvorsorge können sich auch aus Unterschieden in der Betreuungsverantwortung oder aus längeren Berufspausen durch Teilzeitbeschäftigung oder eine Karrierepause ergeben.

Daher umfasst das Inventar auch die Frage:

Wer hat sich in der Vergangenheit beruflich aufgrund von Familie zurückgehalten?

Wie wirkt sich das auf die individuellen Ansprüche aus?

Gibt es bereits eine Familienangleichung durch gemeinsames Vermögen oder zusätzliche Vorsorge?

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Dinge sofort beantwortet werden müssen.

Es reicht, wenn sie deutlich werden.

ZWISCHENFAZIT: ZUERST DEN IST-STAND KENNEN

Zuerst geht es nicht darum, einen anderen Rentenvertrag zu wählen.

Der erste Fall, in dem wir wirklich gewinnen, ist zu wissen, was man hat.

Was sind die wichtigsten Unterlagen?

Wer hat welche Ansprüche?

Was fehlt?

Und was sollte später genauer überprüft werden?

Ziel des zweiten Teils ist es, eine Einstufung auf Basis der Familienübersicht zu erstellen und mögliche Lücken in den Altersvorsorgeleistungen abzudecken.

SCHRITT 4: DIE SPÄTERE VERSORGUNG REALISTISCH EINORDNEN

Nachdem bestehende Vorsorgekomponenten erfasst wurden, lautet die nächste Frage: Was bedeutet das später für unsere Familie?

Wenn zukünftige Finanzen projiziert werden, genügt es nicht, sich einzelne Rentenzahlungen anzusehen. Es ist wichtig, zukünftiges Einkommen im Verhältnis zu erwarteten Ausgaben zu berücksichtigen. Mögliche Fragestellungen sind:

Welche Art von Einkommen können wir im Ruhestand erwarten?

Welche Ausgaben fallen nicht mehr an?

Welche Ausgaben werden weiterhin bestehen?

Wird unser Haus abbezahlt sein?

Wie hoch werden die Wohnkosten sein?

Wird sich unser Lebensstandard verringern?

Werden unsere Ausgaben steigen?

Wie stark werden unsere Ausgaben sinken?

Welche weiteren großen Ausgaben planen wir?

Sollen wir auch etwas Geld nur für Notfälle zurücklegen?

Eine genaue Vorhersage dieser Werte über Jahrzehnte hinweg ist nicht möglich.

Aber es ist besser, etwas Planung zu betreiben als überhaupt keine Planung.

INFLATION MITDENKEN

Was heute als gute Geldsumme gilt, wird in Zukunft möglicherweise nicht denselben Gütern oder Dienstleistungen entsprechen. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, die Inflation bei der Planung langfristiger Ruhestandspläne zu berücksichtigen.

Beim Lesen Ihrer Renteninformationen (Renteninformationen) und Fondsabrechnungen sollten Sie nicht davon ausgehen, dass jeder zukünftige Euro heute genauso viel Wert ist wie der heutige Euro.

Für eine erste Bewertung reicht es aus, dieses Phänomen sichtbar zu machen.

Für eine detaillierte Planung hilft es zu analysieren, welche realen Kaufkraftverluste tatsächlich durch nominale Werte verursacht werden.

BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE NICHT VERGESSEN

Pensionen, die ein Unternehmen bietet, werden oft vergessen, nachdem man den Job gewechselt hat.

Für alle Erwachsenen sollte geprüft werden:

Gab es eine betriebliche Altersvorsorge bei früheren Jobs?

Gibt es Ansprüche, die noch nicht geltend gemacht wurden?

Wo befinden sich die Unterlagen?

Wer ist der Pensionsanbieter?

In welchem Format wird die Rente gezahlt?

Auch eine kleine Betriebsrente sollte in die Gesamtschau einbezogen werden.

Mehrere kleinere Renten können sich wirklich summieren.

PRIVATE ALTERSVORSORGE: NICHT NUR DEN VERTRAGSNAMEN NOTIEREN

Es ist sinnvoll, die tatsächlichen Details eines privaten Rentenvertrags zu erfassen, statt nur den Namen des Vertrags zu nennen. Zu fokussierende Details umfassen:

Wie viel wird eingezahlt?

Welche Kosten werden abgezogen?

Was sind die garantierten Leistungen?

Was sind die prognostizierten Leistungen?

Gibt es eine Einmalzahlung?

Gibt es eine Rente?

Welche Bedingungen gelten bei Kündigung?

Welche Bedingungen gelten bei einer Unterbrechung der Beitragszahlungen?

Diese Details können von Vertrag zu Vertrag wirklich unterschiedlich sein.

Ältere Vorsorgeverträge sollten vor ihrer Fälligkeit nicht geändert oder gekündigt werden, weil sie komplex sind. Zuerst verstehen, dann prüfen, und erst dann entscheiden.

WEITERES VERMÖGEN GETRENNT ERFASSEN

Unterlagen zu anderen Altersvorsorgevermögen sollten getrennt aufbewahrt werden.

Ruhestandsleistungen müssen nicht in einem Rentenvertrag sein.

Eine Familie kann andere Altersvorsorgevermögen haben.

Beispiele sind:

Sparguthaben, Termingelder,

Aktien, ETFs, Immobilien,

Andere Sparpläne,

und andere langfristige Investitionen.

Diese sollten in den Gesamtplan einbezogen werden.

Allerdings sollten sie separat von garantierten oder vertraglich vorgesehenen Rentenrechten betrachtet werden.

Dies liegt daran, dass eine Rente, gesetzliche Rente oder lebenslange private Rentenzahlungen im Vergleich zu einem Wertpapierdepot unterschiedliche Merkmale aufweisen.

ALTERSVORSORGE UND VERMÖGENSAUFBAU VERBINDEN

Ruhestandsplanung und Vermögensaufbau sind verbunden, aber unterschiedlich.

Ruhestandsplanung behandelt die Frage: Welche finanziellen Mittel stehen zu späterer Zeit zur Verfügung?

Vermögensaufbau behandelt die Frage: Wie bauen wir langfristig Kapital auf?

Wenn der Fokus auf langfristigem Sparen und Vermögensaufbau liegt, passt unser Artikel:

Vermögen aufbauen als Familie

Falls Sie die Grundlagen des Aktienmarktes und von ETFs verstehen möchten, passt auch unser anderer Artikel:

Wie funktioniert die Börse?

Was ist ein ETF?

SCHRITT 5: OFFENE PUNKTE MARKIEREN

Nach dem finanziellen Inventar muss nicht alles sofort optimiert werden.

Markieren Sie offene Punkte statt sofort zu optimieren.

Beispiele sind:

Prüfung der Versicherungshistorie,

Rentendaten fehlen,

klären der alten betrieblichen Rente,

Anfordern eines Statements der privaten Rentenversicherung,

Kosten prüfen,

Begünstigte prüfen,

Beitrags-/Sparquote prüfen,

usw.

Lassen Sie den Vertrag von einem Rechtsanwalt prüfen.

Berechnen Sie die gemeinsame Rente im Ruhestand.

Dies bietet eine umsetzbare Form zu einem großen Thema.

ALTERSVORSORGE EINMAL IM JAHR KURZ AKTUALISIEREN

Eine vollständige Ruhestandsplanungsanalyse muss nicht jeden Monat erfolgen.

Oft reicht es, einmal jährlich eine Überblicksaktualisierung vorzunehmen.

Dann können Sie sich fragen:

Sind neue Renteninformationen eingetroffen?

Hat sich das Einkommen geändert?

Hat der Arbeitgeber gewechselt?

Wurde eine neue betriebliche Altersvorsorge ergänzt?

Haben sich private Beiträge geändert?

Hat sich der Reichtum verändert?

Gibt es Änderungen in Verträgen?

Gibt es neue offene Fragen?

Dies hält den Überblick aktuell, ohne viel Zeit dafür aufzuwenden.

BEI GROSSEN VERÄNDERUNGEN ZUSÄTZLICH PRÜFEN

Zusätzlich zur jährlichen Prüfung muss die Ruhestandsplanung auch angepasst werden, wenn es große Veränderungen im Leben gibt.

Dies könnte zum Beispiel sein:

Die Geburt eines Kindes,

längerer Erziehungsurlaub,

unbefristete Teilzeitarbeit,

Trennung oder Scheidung,

Eheschließung,

Jobwechsel,

Beginn oder Ende der Selbstständigkeit,

der Kauf eines Hauses,

die Aufnahme einer größeren Darlehen,

oder ein Einkommensrückgang.

Große Änderungen wirken sich immer auf das aktuelle Familienbudget aus, können aber auch langfristige Ruhestandspläne betreffen.

ALTERSVORSORGE IM FAMILIENBUDGET SICHTBAR MACHEN

Sparen und Ruhestandsbeiträge sind regelmäßige Ausgaben.

Daher müssen sie auch im Familienhaushalt enthalten sein.

Dies macht deutlich:

Wie viel wird tatsächlich jeden Monat für die langfristige Ruhestandsvorsorge beiseitegelegt?

Ist das etwas, das dauerhaft aufrechterhalten werden kann?

Gibt es genügend Ressourcen für andere Ziele?

Wie wird dieses Gleichgewicht zwischen den Partnern gehandhabt?

Relevant hierzu:

Familien-Monatsbudget

Für einen ganzheitlicheren Blick auf die Festlegung finanzieller Ziele:

Finanzielle Ziele für Familien

DER FAMILIEN-FINANZPLANER ALS GESAMTÜBERSICHT

Die Planung für den Ruhestand ist verknüpft mit Budgetierung, Rücklagen, Versicherung, Sparzielen und Vermögensaufbau. Aus diesem Grund ist die Integration der Ruhestandsplanung in den Familienfinanzplan sinnvoll.

Mit dem Family Financial Planner Complete 1-7 können Sie alle Familienfinanzen an einem Ort zusammenführen. Hier sehen Sie Ihre Familienfinanzen, einzelne Altersvorsorgeverträge und den Zusammenhang zu den langfristigen Zielen der Familie.

Familien-Finanzplaner Komplett 1–7

WENN IHR NICHT WISST, WELCHER PUNKT ZUERST DRAN IST

Manchmal besteht das Problem nicht im Mangel an Unterlagen. Es kann sein, dass zu viele Themen gleichzeitig offen sind.

Versicherungsplanung.

Vermögensaufbau.

Rücklagen.

Altersvorsorgeplanung.

Kredite.

Es mag klar sein, dass etwas getan werden muss, aber es ist möglicherweise nicht klar, wo man zuerst anfangen soll.

Es kann sinnvoll sein, damit zu beginnen, die familiäre finanzielle Lage zu ordnen.

Im Family Finance Check werfen wir einen genauen Blick auf Ihre finanzielle Situation und bestimmen die wichtigsten nächsten Schritte.

Der Finanzcheck ersetzt keine individuelle Beratung zu Versicherung, Steuern, Recht und/oder Anlagen.

Dies hilft zu bestimmen, welche Bereiche der Situation zuerst angegangen werden sollten.

Familien-Finanzcheck

DIE DIGITALE RENTENÜBERSICHT ALS JÄHRLICHEN CHECK NUTZEN

Der Digitale Rentenüberblick ist ein praktisches Werkzeug, um regelmäßig informiert zu bleiben.

Sie finden alle Ansprüche aus gesetzlichen, betrieblichen und privaten Renten an einem Ort.

So können Sie einmal im Jahr prüfen, ob neue Ansprüche entstanden sind und ob sich Ihre Prognosen geändert haben.

Die einzelnen Policen und Auskünfte sollten weiterhin aufbewahrt werden.

Denn eine Gesamtübersicht kann keine Detailansicht eines einzelnen Vertrags ersetzen.

NICHT ERST MIT 60 ANFANGEN

Je früher eine Familie einen Überblick hat, desto mehr Handlungsoptionen gibt es bei möglichen Lücken.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass ab dem Alter von 25 alle Entscheidungen für die nächsten 40 Jahre getroffen werden müssen.

Ruhestandsvorsorge passt sich dem Leben an.

Wichtig ist es, regelmäßige Folgendes zu kennen:

Wo stehen wir?

Was ist bereits vorhanden?

Was hat sich geändert?

Was sollte als Nächstes geprüft werden?

So entwickelt sich langfristig eine funktionsfähige finanzielle Routine.

HÄUFIGE FEHLER BEI DER ALTERSVORSORGE

Nur einen Partner berücksichtigen

Die Rentensituation beider Partner sollte analysiert werden.

Ausrichtung ausschließlich auf gesetzliche Rente

Betriebliche und private Renten sollten ebenfalls analysiert werden.

Vernachlässigung alter Betriebsrenten

In der Regel nach einigen Arbeitgeberwechseln der Fall.

Verwechslung von Prognosen mit Garantien

Rentenbescheide können unterschiedliche Werte enthalten.

Inflation ignorieren

Zukünftige Euros werden nicht notwendigerweise dieselbe Kaufkraft haben wie gegenwärtige Euros.

Vorzeitige Beendigung von Verträgen

Ältere Rentenverträge sollten zuerst analysiert werden, um zu ermitteln, welche Garantien, Kosten und Rechte tatsächlich existieren.

Nur kurz vor dem Ruhestand beginnen

Je früher Unklarheiten auftreten, desto mehr Optionen bleiben.

EIN EINFACHER ABLAUF FÜR FAMILIEN

Mit einem einfachen Prozess können Sie als Familie eine Ruhestandsabdeckung bereitstellen.

Listen Sie alle relevanten Unterlagen auf.

Listen Sie alle Ansprüche aus Sozialversicherung, Arbeitgeber und privater Rente auf und erfassen Sie sie.

Notieren Sie Ihre Versicherungsgeschichte und die Ihres Ehepartners.

Füllen Sie beide Aufzeichnungen aus und erstellen Sie eine gemeinsame Aufzeichnung.

Beziehen Sie weitere persönliche Vermögenswerte ein.

Markieren Sie alle ungeklärten Fragen.

Erstellen Sie eine grobe Schätzung von Deckungslücken.

Aktualisieren Sie jährlich und jedes Mal, wenn sich im Leben von Ihnen oder Ihrem Ehepartner etwas Wesentliches ändert.

Dies macht ein bisher vages Thema greifbarer.

FAZIT: ALTERSVORSORGE BEGINNT MIT EINEM KLAREN ÜBERBLICK

Ruhestandsvorsorge als Familie bedeutet nicht, so viele Produkte wie möglich abzuschließen.

Der erste und wichtigste Schritt ist Klarheit.

Was haben Sie bereits?

Welche Rentenverträge existieren?

Welche betrieblichen Renten wurden aufgebaut?

Welche privaten Rentenmodule gibt es?

Welche weiteren Vermögenswerte stehen zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung?

Welche Unterlagen ergänzen die Informationen?

Welche Fragen bestehen noch ungeklärt?

Je mehr Informationen der Leser liefert, desto klarer wird die eigene Situation des Lesers.

Nach der Einschätzung der eigenen Lage wird festgelegt, ob tatsächlich eine Lücke besteht und wie der nächste Schritt aussehen sollte.

Die finanzielle Vorsorge für das Alter wird kein Last-Minute-Projekt vor dem Ruhestand. Sie wird ein konstanter Bestandteil der Familienfinanzen.

Welche Versicherungen brauchen Familien wirklich?

Bei Versicherungen entsteht schnell das Gefühl, man müsse gegen möglichst viele Risiken abgesichert sein, das ist aber nicht das Ziel. Das Ziel ist, die Risiken nach dem finanziellen Einfluss zu sortieren, den sie auf eine Familie haben könnten. Ein zerbrochenes Smartphone zum Beispiel ist eine Unannehmlichkeit, aber der finanzielle Verlust eines Familienmitglieds durch eine Forderung, ein dauerhafter Verlust des Einkommens eines Familienmitglieds oder der Tod des Hauptverdieners werden die Finanzplanung einer Familie lange verändern.

Für den Zweck dieses Artikels wird eine einfache Klassifikation verwendet: wesentlich oder gesetzlich vorgeschrieben, für viele Familien sehr wichtig, situationsabhängig oder eher optional.

Diese Klassifikation soll eine Grundlage zum Nachdenken und zum Sortieren verschiedener Versicherungsarten bilden und dabei helfen, zu bewerten, was am besten zu einer Familie passt. Es ist kein individueller Versicherungsrat.

Wenn Sie zuerst wissen möchten, welche Verträge Sie bereits haben und wie Sie sie erfassen, beginnen Sie am besten mit unserem ersten Artikel:

Versicherungen für Familien – der Check

Paar prüft gemeinsam Versicherungsunterlagen zu Hause
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

WARUM NICHT JEDE FAMILIE DIESELBEN VERSICHERUNGEN BRAUCHT

Familien, die kein Eigenheim besitzen, keine Hypothek auf Immobilien haben, kein Auto besitzen und keine anderen großen Vermögenswerte haben, benötigen andere Versicherungsschutzarten als eine Familie, die ein Eigenheim besitzt, eine Immobilienhypothek hat, Autos besitzt und nur ein großes Einkommen hat.

Also kann die Frage „Welche Versicherungen braucht eine Familie?“ nicht für alle gleich beantwortet werden.

Wichtige Fragen sind unter anderem:

Welche Risiken müssen gesetzlich versichert sein?

Welche finanziellen Belastungen könnten wir nicht allein tragen?

Von welchem Einkommen ist unsere Familie abhängig?

Gibt es Langzeitverpflichtungen (z. B. Darlehen)?

Besitzen wir Immobilien?

Wer ist finanziell von wem abhängig?

Welche finanziellen Belastungen könnten unsere finanzielle Existenz gefährden?

Welche kleineren finanziellen Belastungen könnten wir aus unseren Rücklagen noch abdecken?

Je genauer Sie diese Fragen beantworten, desto leichter lässt sich der Versicherungsschutz in die richtigen Kategorien einordnen.

ZUERST DIE EXISTENZBEDROHENDEN RISIKEN

Eine hilfreiche Faustregel:

Versichern Sie zuerst nicht die häufigsten kleinen Risiken; berücksichtigen Sie zuerst die größten finanziellen Risiken.

Es ist zwar richtig, dass der Schaden an einem Handy zum Beispiel finanziell recht belastend sein kann.

Aber es wird die Familie in der Regel nicht finanziell ruinieren.

Wie steht es mit einem Schaden, für den wir einer anderen Person Schadenersatz leisten müssen und bei dem wir dauerhaft eine Kostenbelastung tragen?

Was ist mit einem langfristigen Einkommensverlust für eine längere Periode oder dem Verlust des Haupteinkommens der Familie?

Also sollten bei der Versicherungsauswahl der Verlust des Haupteinkommens der Familie und ähnliche Einkommensrisiken gegenüber dem Schaden an einem elektronischen Gerät priorisiert werden.

ESSENZIELL: DIE KRANKENVERSICHERUNG

In Deutschland muss jede Person eine Krankenversicherung haben.

Je nach Situation der Person ist der Schutz entweder durch die gesetzliche Krankenversicherung oder die private Krankenversicherung gegeben.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung sind der Ehepartner und die Kinder unter bestimmten Voraussetzungen ohne zusätzliche Beiträge mitversichert.

Bei der privaten Krankenversicherung ist eine zusätzliche private Pflegepflichtversicherung erforderlich.

Die zentrale Frage in Familien ist nicht, ob eine Krankenversicherung notwendig ist.

Was ist wichtiger?

Wie sind die Familienmitglieder versichert?

Sind alle Familienmitglieder aufgeführt?

Was passiert bei einer Jobwechsel oder Elternzeit? Was passiert, wenn sich das Familieneinkommen ändert?

Wenn sich die Familiensituation stark ändert, muss geprüft werden, ob die Krankenversicherung noch zum neuen Situation der Familie passt.

ESSENZIELL: DIE PRIVATE HAFTPFLICHTVERSICHERUNG

Privathaftpflicht ist eine der wichtigsten privaten Versicherungen.

Wenn man schuldhaft Schaden oder Verletzungen gegenüber einer anderen Person verursacht, kann man wegen des Schadens haftbar gemacht werden.

Schäden am Eigentum einer anderen Person können ersetzt werden.

Schäden, die einer Person zugefügt werden, können jedoch niemals ersetzt werden.

Wenn ein Familienmitglied einer Person Schaden zufügt, kann die Familie auch finanziell belastet werden.

Es ist daher wichtig, dass eine Familie herausfindet, welche Familienmitglieder durch die Privathaftpflichtversicherung geschützt sind.

Dazu gehören:

Sind beide Ehepartner geschützt?

Sind auch die Kinder versichert?

Sind auch erwachsene Kinder geschützt?

Wie lange besteht der Familienschutz für Kinder, während sie studieren?

Erfüllen die vereinbarten Leistungen und Summen noch den Bedarf der Familie?

Allein zu sagen „wir haben Privathaftpflichtversicherung“ ist nicht ausreichend.

Wichtig ist, ob die Versicherungspolice den Bedürfnissen der Familie entspricht.

WENN EIN AUTO VORHANDEN IST: KFZ-HAFTPFLICHT IST PFLICHT

Jede Familie, die ein Fahrzeug besitzt, das zugelassen werden muss, muss eine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung haben.

Der Fahrzeughalter ist gesetzlich verpflichtet, eine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung zu haben.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung schützt den Versicherten vor der Haftung für Schäden, die das versicherte Fahrzeug einem Dritten verursacht.

Zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es Teilkasko (Teilkasko) und Vollkasko (Totalverlustversicherung).

Diese sind nicht immer für jedes Fahrzeug nötig.

Eine Kasko-Versicherung kann je nach individueller Situation sinnvoll sein, zum Beispiel je nach Wert des Fahrzeugs, finanzieller Situation und dem gewünschten Risikoniveau.

Daher ist Kasko nicht unbedingt benötigt.

DIE ARBEITSKRAFT KANN FÜR EINE FAMILIE DAS WICHTIGSTE VERMÖGEN SEIN

Der größte Teil des laufenden Finanzplans für die meisten Familien ist das Erwerbseinkommen.

Es wird allgemein verwendet für:

Wohnkosten,

Nahrung,

Versorgungskosten,

Transport,

Pflege,

Sparen,

und Langfristiger Vermögensaufbau.

Wenn diese Einkommensquelle verloren geht, ob vorübergehend oder dauerhaft, wird der Finanzplan erheblich verändert.

Es ist daher notwendig, die Absicherung der Arbeitsfähigkeit als Teil eines Finanzplans zu betrachten.

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann dabei helfen.

Ob sie sinnvoll ist und wie sie funktioniert, hängt von Ihrem Job, Ihrem Alter und Gesundheitszustand sowie dem gewünschten Umfang an Versicherung und Leistung ab.

Aus diesem Grund lässt sich diese Frage nicht leicht beantworten.

Wenn es bei der Familie mehrere Einkommen gibt, muss bestimmt werden, wie stark die Familie betroffen wäre, wenn eines Einkommen ausfallen würde.

Wie groß wäre die Lücke?

EINKOMMENSAUSFALL NICHT MIT EINEM KLEINEN SACHSCHADEN VERWECHSELN

Dies hilft dabei zu bestimmen, was Priorität haben sollte.

Ein kaputter Fernseher kann einige Hundert bis einige Tausend Euro kosten.

Jedoch kann eine dauerhaft verlorene Einkommensquelle eine Familie über viele Jahre hinweg beeinflussen.

Nicht jede Familie benötigt denselben Schutzgrad.

Allerdings zeigt, warum die Reihenfolge wichtig ist.

Zuerst müssen Sie die großen Risiken identifizieren, die den Finanzplan insgesamt bedrohen.

Als Nächstes müssen Sie die weniger großen Risiken finden.

RISIKOLEBENSVERSICHERUNG: FÜR FAMILIEN OFT SITUATIONSABHÄNGIG SEHR WICHTIG

Lebensversicherung ist ein Versicherungsvertrag, der eine bestimmte Einmalsumme bei Tod des Versicherungsnehmers auszahlt.

Es kann sehr wichtig sein, sie zu haben, besonders wenn es finanziell abhängige Familienmitglieder gibt.

Wichtige Fragen sind:

Was passiert, wenn einer der Elternteile stirbt?

Kann es sich die Familie noch leisten, die laufenden Kosten zu bezahlen?

Gibt es eine Hypothek?

Müsste der überlebende Ehepartner weniger arbeiten?

Für wie lange wären die Kinder finanziell abhängig?

Gibt es weitere Vermögenswerte oder Hinterbliebenenleistungen?

Je stärker die Familie finanziell voneinander abhängig ist, desto wichtiger wird dies.

Bei einer Familie, in der es nur ein Haupteinkommen gibt und eine große Hypothek besteht, kann dies sehr wichtig sein. Allerdings kann dies für eine Familie mit zwei finanziell unabhängigen Mitgliedern unwichtig sein.

WOHNEN: MIETER UND EIGENTÜMER HABEN UNTERSCHIEDLICHE RISIKEN

Im Bereich Wohnen muss eine Trennung zwischen dem Inhalt des Hauses und dem Gebäude erfolgen.

Eine Hausratversicherung schützt Ihre Haushaltsgegenstände vor bestimmten versicherten Gefahren.

Sie sollten sich fragen, ob Sie all Ihren Hausrat ersetzen könnten, wenn es zu einem größeren Schaden käme.

Je wichtiger diese Versicherung wird, desto größer der Wert des Hausrats und desto geringer die eigenen Mittel der Person.

Für den Eigentümer wird auch die Gebäudeversicherung wichtig.

Die Kosten für die Reparatur struktureller Schäden an einem Zuhause können sehr hoch sein.

Deshalb ist diese Risikokategorie für einen Eigentümer (insbesondere wenn er das Gebäude nicht besitzt) von deutlich größerer Bedeutung als für einen Mieter.

Natürlich ist der Fall anders, wenn man Naturgefahren und Elementarschäden im Gegensatz zur vertraglichen Haftung betrachtet.

ZWISCHENFAZIT: WAS GEHÖRT ZUR ERSTEN PRIORITÄT?

Zu Beginn kann eine Familie Folgendes annehmen:

Rechtlich vorgeschrieben oder zwingend erforderlich:

Kranken- und Langzeitpflegeversicherung und gegebenenfalls Haftpflichtversicherung.

Für fast jede Familie von großer Bedeutung:

Private Haftpflichtversicherung

Für viele Familien auch von hoher Bedeutung:

Versicherung zum Schutz der Erwerbsfähigkeit (Arbeitsfähigkeit).

Je nach Familiensituation ist auch von großer Bedeutung die Risikolebensversicherung, Hausrat, Gebäude- und Kaskoversicherung usw.

SITUATIONSABHÄNGIG: RECHTSSCHUTZVERSICHERUNG

Bestimmte Rechtskosten können durch Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden.

Das ist nicht unbedingt für jede Familie wichtig.

Wichtig ist, welche Rechtsbereiche geschützt werden müssen.

Beispiele umfassen:

Privatrechtsschutz,

Berufsrechtschutz,

Verkehrsrechtsschutz,

oder Rechtsschutz für eine selbstbewirtschaftete Immobilie.

Preis ist hier nicht der einzige Faktor. Es ist auch wichtig zu betrachten, welche Rechtsbereiche versichert sind, welche Wartezeiten gelten, wie hoch der Selbstbehalt ist und welche Fälle ausgeschlossen sind.

In einigen Familien macht Rechtschutz Sinn und wirkt beruhigend.

Für andere Familien stehen dringendere, „wirkliche“ Risiken höher auf der Prioritätenliste.

AUSLANDSREISEKRANKENVERSICHERUNG: KLEINER BEITRAG, ABER JE NACH REISEVERHALTEN RELEVANT

Wenn eine Familie ins Ausland reist, sollten sie herausfinden, welchen Schutz ihre Krankenversicherung sie im Ausland bietet.

In manchen Fällen können medizinische Behandlung oder eine medizinisch notwendige Rückführung sehr teuer sein.

Daher kann eine Auslandskrankenversicherung für Familien, die viel ins Ausland reisen, sinnvoll sein.

Wiederum ist der Produktname nicht der wichtigste Faktor.

Wichtig ist, welche Leistungen angeboten werden, Umfang, Reisedauer, die Anzahl der Versicherten und Ausschlüsse.

UNFALLVERSICHERUNG: NICHT MIT BERUFSUNFÄHIGKEIT VERWECHSELN

Eine private Unfallversicherung zahlt in der Regel bei den Folgen eines Unfalls, der als Verletzung eintritt, aber sie zahlt nicht bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit.

Krankheiten können ebenfalls zu Arbeitsunfähigkeit führen.

Daher ist es wichtig, private Unfallversicherung nicht mit Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu verwechseln.

Für Erwachsene ist es daher wichtig zu analysieren, welcher Risikobereich tatsächlich abgedeckt ist.

Für Kinder ist die Situation anders.

Familien sollten analysieren, welche finanziellen Folgen eine schwere und längere Beeinträchtigung eines Kindes für die Familie hätte und welche Absicherung durch andere Systeme besteht.

Es gibt Behinderungs- und Unfallversicherungspolicen für Kinder, die in ihrer Natur sehr unterschiedlich sind.

Daher ist auch hier eine eingehende Prüfung erforderlich.

TIERHALTERHAFTPFLICHT: ABHÄNGIG VOM TIER UND VOM BUNDESLAND

Es gibt zusätzliche Haftungsrisiken, wenn eine Familie Tiere besitzt.

Rechtliche Anforderungen für Hunde unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und manchmal auch vom Tier zum Tier.

Pferde beispielsweise stellen auch ein anderes Risiko dar als Kleintiere.

Daher ist es nicht richtig zu sagen, allgemein:

„Jede Familie braucht diese Versicherung.“

Die richtige Frage lautet:

Welches Tier besitzen wir, welche Haftung entsteht daraus und welche rechtlichen Vorgaben gelten in unserer Region?

ZAHNZUSATZ, KRANKENZUSATZ UND WEITERE ERGÄNZUNGEN

Es gibt Zusatzversicherungen, die den Schutz über die Krankenversicherung hinaus erweitern. Beispiele sind zahnärztliche Zusatzversicherungen, stationäre Zusatzversicherungen und ergänzende Leistungen für ophthalmische und orthopädische Hilfen.

Diese Versicherungen decken Leistungen ab, die über die Grundabsicherung hinausgehen.

Sie richten sich eher nach dem persönlichen Wunsch und davon, wie weit man den Schutz ausbauen möchte.

Beachten Sie:

Wie viel zahle ich an Prämien?

Welche Leistungen erhalte ich?

Was sind die Höchstgrenzen und Wartezeiten?

Welche Kosten zahle ich aus eigener Tasche?

OPTIONAL: KLEINE RISIKEN NICHT AUTOMATISCH VERSICHERN

Viele Versicherungspolicen wirken attraktiv, indem sie ein häufiges Problem versichern.

Beispielsweise:

Smartphone-Versicherung,

Brillenschutz,

erweiterte Garantien,

Gepäckversicherung für Reisen,

oder individuelle Elektronik-Geräte-Versicherung.

Nur weil ein Produkt ein häufiges Risiko versichert, bedeutet das nicht, dass es immer sinnvoll ist, es abzuschließen.

Die wichtigste Frage lautet:

Würde dieses Risiko unsere finanzielle Situation belasten, wenn es einträte?

Wenn Sie die Kosten aus Ihren Rücklagen zahlen könnten, ist eine Versicherung wahrscheinlich nicht die beste Option.

Jede Versicherung hat Prämien.

Individuelle Versicherung kleiner Risiken summieren sich, und Sie könnten im Laufe der Jahre eine beträchtliche Prämienhöhe zahlen, auch wenn die kleinen Risiken finanziell tragbar sind.

DIE DREI-GRUPPEN-METHODE FÜR FAMILIEN

Um Versicherungen klar zu klassifizieren, können Sie 3 Gruppen erstellen.

GRUPPE 1: ESSENZIELL ODER HOHE PRIORITÄT

Zu dieser Gruppe gehören Versicherungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind oder hohe, existenzielle Risiken schützen.

Beispiele:

Krankenversicherung,

Privathaftpflicht,

Kfz-Haftpflicht,

Einkommensschutzversicherung.

GRUPPE 2: SITUATIONSABHÄNGIG

Zu dieser Gruppe gehören Versicherungen, deren Bedeutung sich je nach Situation unterscheidet.

Beispiele:

Risikolebensversicherung,

Hausbesitzer-Haftpflicht,

Hausratversicherung,

Allgefahrenversicherung,

Rechtsschutz,

Internationale Auslandskrankenversicherung,

Tierhalter-Haftpflichtversicherung,

oder spezielle Risikoschutz für Kinder.

GRUPPE 3: OPTIONAL

Die folgenden Versicherungstypen können geringe, selbst finanzierte Schäden abdecken oder zusätzliche Sicherheit bieten.

Im Kontext Ihrer finanziellen Situation müssen Sie selbst entscheiden, ob eine solche Versicherung noch sinnvoll ist.

Wichtig:

Diese Klassifikation ist flexibel.

Für eine Familie kann ein Vertrag hohe Priorität haben, für eine andere wenig oder gar keine Priorität.

FÜNF FRAGEN, MIT DENEN SIE FAST JEDE VERSICHERUNG EINORDNEN KÖNNEN

Es gibt fünf Fragen, die fast immer eine Einstufung eines Versicherungsvertrages ermöglichen.

Bevor Sie einen Versicherungsvertrag unterzeichnen oder verlängern, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

1. Ist dieser Versicherungsvertrag verpflichtend?

Wenn ja, müssen Sie nur über den richtigen Vertrag entscheiden.

2. Was könnte der potenzielle Schaden sein?

Je größer der potenzielle finanzielle Verlust, desto wichtiger kann der Versicherungsschutz sein.

3. Wären wir in der Lage, den potenziellen Schaden zu finanzieren?

Ein Verlust von 500 Euro ist nicht dasselbe wie ein Verlust von 500.000 Euro.

4. Wie groß ist das Risiko für unsere Familie?

Berücksichtigen Sie Ihre Beschäftigungssituation, Ihren Wohnort, Ihre Kinder, Ihr Eigentum, Ihre Tiere und Ihre Fahrzeuge.

5. Ist dieser Schutz vielleicht schon vorhanden?

Überlegen Sie, ob Versicherungsschutz eventuell bereits durch einen bestehenden Versicherungsvertrag, Familien-Tarif, Arbeitgeber, gesetzliche Absicherung usw. gewährt wird.

DIE VERBINDUNG ZUM FAMILIENBUDGET

Es ist wesentlich, dass alle Versicherungsprämien in das Familienbudget aufgenommen werden.

Dies gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie viel Versicherung jeden Monat kostet.

Eine budgetbewusste Langzeitperspektive auf diese Kosten zu gewinnen, besteht darin, darüber nachzudenken, welche Prämien jährlich gezahlt werden und wie sie sich auf jeden Monat umrechnen lassen.

Zusammen mit diesem,

Familien-Monatsbudget

Um Ihre finanziellen Ziele und den Schutz am selben Ort zu sehen:

Finanzielle Ziele für Familien

DIE EXCEL-VORLAGE FÜR ZIELE UND VERSICHERUNGEN

Für Teil 4 und 5 des Familienfinanzplans gibt es eine Excel-Vorlage namens „Goals & Insurances 4-5“.

Im Versicherungsbereich der Vorlage können Sie Ihre bestehenden Versicherungsverträge erfassen und diejenigen kennzeichnen, die überprüft werden müssen.

Die Vorlage trifft keine Versicherungsentscheidungen für Sie.

Zweck der Vorlage ist es, Ihre Verträge, Versicherungen, Termine und Fragen strukturiert und organisiert zu dokumentieren.

Ziele & Versicherungen 4–5

DER KOMPLETTE FAMILIEN-FINANZPLANER

Wenn Sie Ihre Versicherungsverträge nicht separat von Ihren übrigen Finanzen prüfen möchten, können Sie den Familienfinanzplaner 1-7 verwenden, um Versicherung, Budget, Rücklagen, Sparziele und Vermögensaufbau gemeinsam zu sehen.

Dieser Planer hilft Ihnen, alle sieben Schritte in einem einzigen Dokument zusammenzuführen.

Familien-Finanzplaner Komplett 1–7

WENN DIE EINORDNUNG SCHWIERIG WIRD

Dinge können mit Invaliditätsversicherungen und größeren Todesfallleistungen kompliziert werden, insbesondere wenn ältere Verträge oder komplexere Situationen vorliegen.

In diesem Fall ist es hilfreich, die Fragen zu benennen, die Sie möglicherweise nicht mit einer Checkliste beantworten können. Welche Absicherung haben Sie? Welche Lücke würde wirklich entstehen? Welche Leistungen würde der Vertrag bereitstellen? Welche Verpflichtungen hätten Sie?

Es kann hilfreich sein, sich mit diesen Fragen von einem Fachmann beraten zu lassen.

Wenn Sie zunächst Ihre finanzielle Situation klären möchten, können wir die Familienfinanz-Check durchführen, um zu entscheiden, welche Aspekte als Nächstes geklärt werden sollen.

Familien-Finanzcheck

DER WICHTIGSTE GRUNDSATZ: GROSSE RISIKEN VOR KLEINEN RISIKEN

Versicherungen sollten nicht so viele kleine Alltagsprobleme wie möglich abdecken.

Sie sollten Schutz gegen Verluste bieten, die besonders finanziell ins Gewicht fallen.

Daher folgt eine sinnvolle Reihenfolge:

Zunächst gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen prüfen.

Als Nächstes Risiken berücksichtigen, die das finanzielle Überleben der Familie gefährden könnten.

Dann den Versicherungsschutz entsprechend den individuellen Bedürfnissen prüfen.

Schließlich kleinere oder komfortorientierte Risiken in Betracht ziehen.

Dieser Ansatz würde verhindern, dass man Geld für kleine Risiken ausgibt, während wesentliche Risiken nicht geschützt sind.

EINMAL PRO JAHR UND BEI GROSSEN VERÄNDERUNGEN PRÜFEN

Bedarf an Versicherungsschutz bleibt nicht konstant.

Daher regelmäßig den Schutz bewerten, insbesondere bei großen Veränderungen in der Familiensituation.

Zum Beispiel:

Geburt eines Kindes,

Heirat oder Trennung,

Kauf eines Hauses,

Große Darlehen,

Jobwechsel,

Wichtige Veränderung des Einkommens,

Auszug des Kindes,

Neues Auto usw.

Versicherungsschutz im Einklang mit der Familiensituation halten.

FAZIT: WELCHE VERSICHERUNG BRAUCHT EINE FAMILIE WIRKLICH?

Eine Familie braucht nicht alle Arten von Versicherungen, die auf dem Markt erhältlich sind.

Wichtig ist eine klare Reihenfolge.

Vom Gesetz vorgeschriebene Versicherungen sollten vorhanden sein.

Risiken, die das finanzielle Existenzminimum der Familie gefährden, sollten als Nächstes in Betracht gezogen werden.

Dazu gehören zum Beispiel der Verlust wichtiger Familien-einnahmen und Haftpflichtrisiken.

Andere Versicherungen hängen stärker von individuellen Situationen ab.

Zuhause, Auto, Reisen und andere Versicherungen können sich stärker mit der Familiensituation, Rücklagen und Risiken verändern.

Für manche Familien erfordern kleine Risiken nicht unbedingt eine Versicherung, weil die Familie den Verlust finanziell tragen kann.

Also lautet die wichtige Frage nicht:

„Wie viele Versicherungen haben wir?“

Sondern: „Wurden die wichtigen finanziellen Risiken, denen unsere Familie ausgesetzt ist, versichert?“

Diese Denkweise ermöglicht es der Familie, klarer zu erkennen, welche Versicherungen unnötig sind und welche kritische finanzielle Sicherheitsnetze bieten.

HINWEIS

Dieser Artikel dient allgemeinen Informationen und finanzieller Bildung. Er bietet keine personalisierte Versicherungs-, Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Welche Versicherungen und welche Deckungssummen für Ihre Familie angemessen sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Vor Änderungen an wichtigen Versicherungsverträgen, Klauseln und Auswirkungen ggf. fachlichen Rat einholen.

Versicherungen für Familien der Check

Viele Familien schließen einige Versicherungspolicen ab, zahlen ihre Prämien ein paar Jahre lang und lassen sie dann einfach laufen.

Es ist verständlich. Familien haben im Alltag vieles andere zu organisieren.

Es macht jedoch Sinn, sich von Zeit zu Zeit einen vollständigen Überblick über Ihre Versicherungen zu verschaffen. Nicht mit dem Ziel, so viele Policen wie möglich zu kündigen oder neue abzuschließen. Sie sollten sich viel einfachere Fragen stellen wie:

Was haben wir? Und passt es noch zu uns?

Genau das werden wir uns ansehen.

Sie sollten Ihre Versicherungen nicht zuerst bewerten, sondern sie organisieren.

Dies umfasst:

  • Welche Versicherungen haben wir?
  • Wer sind die Versicherungsgesellschaften?
  • Welche Leistungen stehen uns zu?
  • Wie hoch sind die Beiträge?
  • Wie lange läuft die Police?
  • Welche Dokumente haben wir?
  • Welche Policen müssen wir überprüfen?

Wenn Sie all diese Informationen in einem übersichtlichen Format erfassen, können Sie langfristig fundierte Entscheidungen treffen.

Dies ist Schritt fünf der Organisation Ihrer Familienfinanzen mit uns.

Wenn Sie Ihre gesamten Familienfinanzen organisieren möchten, finden Sie hier die vollständige Übersicht:

Familienfinanzen organisieren: In 7 Schritten zum Überblick

Weitere relevante Beiträge:

Finanzielle Ziele für Familien

Versicherungsunterlagen und Stift auf einem Tisch
Foto: 2H Media / Unsplash

WARUM VERSICHERUNGEN IM FAMILIENALLTAG SCHNELL UNÜBERSICHTLICH WERDEN

Versicherungspolicen werden in der Regel nicht an einem einzigen Tag abgeschlossen.

Ein Vertrag wird für das erste Auto unterzeichnet.

Ein weiterer Vertrag wird für die erste gemeinsame Wohnung abgeschlossen.

Vielleicht kommen später Kinder, ein Haus, ein Jobwechsel, andere Autos, weitere Verträge usw.

Nach mehreren Jahren entsteht also ein Portfolio vieler Einzelnverträge.

Das Problem besteht nicht gewöhnlich darin, zu viele oder zu wenige Verträge zu haben.

Das erste Problem ist viel einfacher:

Niemand hat mehr eine Gesamtschau.

Dokumente befinden sich an verschiedenen Orten.

Beiträge werden unterschiedlich abgezogen.

Die Kündigungsfristen sind nicht bekannt.

Versicherungsnummern müssen gegebenenfalls gesucht werden.

Manchmal erinnert man sich nicht einmal daran, welcher Schutz besteht.

Daher beginnt eine gute Versicherungsübersicht nicht mit der Kündigung eines der Verträge.

Sie beginnt mit einer Gesamtschau.

SCHRITT 1: ALLE BESTEHENDEN VERTRÄGE SAMMELN

Ziel dieses ersten Schrittes ist so einfach wie möglich: Sammeln Sie alle Ihre Versicherungsverträge.

Dies könnten zum Beispiel sein:

  • Private Haftpflicht
  • Gebäudeschutzversicherung
  • Rechtsschutz
  • Hausratversicherung
  • Kfz-Versicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Unfallversicherung
  • Lebensversicherung (risikobehaftete oder Kapital-Lebensversicherung)
  • Private Zusatzversicherungen
  • Tier- oder Tiergesundheitsversicherung
  • Reiseversicherung
  • Weitere Verträge für die Familie

Diese Liste ist keine Empfehlung, welche Versicherungsverträge eine Familie haben sollte.

Sie ist lediglich eine Aufstellung typischer Verträge, die man in einer Familie finden kann.

Wichtig ist, dass Sie alle Verträge sammeln, die Sie tatsächlich haben.

Sie sollten auch digitale Verträge ebenso berücksichtigen wie Papierverträge.

Es lohnt sich auch, einen Blick auf Ihre Kontoauszüge zu werfen.

Denn dort gibt es oft eine Art Versicherungsabzug, den die Leute zunächst nicht sehen.

SCHRITT 2: DIE WICHTIGSTEN VERTRAGSDATEN FESTHALTEN

Nachdem Sie die Verträge gesammelt haben, müssen Sie sie nicht sofort vollständig prüfen.

Für einen ersten Überblick reichen einige Schlüsseldetails.

Für jeden Vertrag notieren Sie:

  • Art der Versicherung
  • Versicherungsgesellschaft
  • Versicherungs-/Vertragsnummer
  • Betrag bezahlt
  • Zahlungsmethode
  • Beginn des Vertrags
  • Laufzeit des Vertrags
  • Kündigungsdatum/Fristen
  • Ansprechpartner/Details
  • Aufbewahrungsort der Dokumente

Dies gibt bereits einen grundlegenden Vertragsüberblick.

Die Zahlungsmethode wird oft vernachlässigt.

Eine Jahreszahlung wirkt im Monatsbudget kleiner, da sie nur einmal abgebucht wird.

Für Ihre Finanzplanung lohnt es sich daher zu bewerten, wie stark die Jahreszahlung Ihr Familienbudget belastet.

Wenn Sie kein vollständig organisiertes monatliches Familienbudget haben, passt unser Beitrag:

Familien-Monatsbudget

BEITRÄGE NICHT NUR EINZELN BETRACHTEN

Eine Versicherungsprämie geht im Alltag meist unbemerkt unter.

30 Euro hier.

18 Euro dort.

Eine jährliche Prämie von 240 Euro anderswo.

Erst in der Summe wird der echte Kostenaufwand sichtbar.

Deshalb lohnt es sich, Gesamtkosten zu betrachten.

Nicht automatisch führt die Summe zu einem zu hohen Betrag.

Eine Versicherung kann nötig sein und ihren Zweck erfüllen.

Was Sie zuerst wissen müssen, ist:

Sie kennen schon die Zahl.

Damit können Sie später besser einschätzen, welche Verträge wichtig sind, welche Leistungen angeboten werden und wo es möglicherweise Duplikationen oder überflüssige Überschneidungen gibt.

SCHRITT 3: LEISTUNGEN VERSTÄNDLICH ZUSAMMENFASSEN

Im nächsten Schritt müssen Sie grob beschreiben, was für jeden Vertrag abgedeckt ist.

Nicht die Feinheiten des Kleingedruckten.

Eine Zusammenfassung reicht vorerst.

Zum Beispiel:

Was ist gedeckt?

Wen deckt der Vertrag ab?

Was ist der gedeckte Betrag?

Gibt es eine Selbstbeteiligung?

Gibt es wichtige Ausschlüsse?

Gibt es zusätzliche Leistungen?

Welche Leistungen möchten Sie abgedeckt haben?

Dies ist keine vollständige Versicherungsanalyse.

Ziel ist später, dass man den gesamten Vertrag nicht lesen muss, um zu verstehen, worum es geht.

Besonders bei alten Verträgen kann das wirklich helfen.

WARUM DIE LEISTUNG WICHTIGER IST ALS NUR DER PREIS

Wenn Menschen Versicherungen vergleichen, schauen sie oft nur auf den Beitrag.

Natürlich sind Kosten wichtig.

Ein billiger Vertrag ist nicht immer besser.

Gleiches gilt für einen teuren Vertrag.

Wichtig ist, welche Leistungen Sie für diesen Beitrag erhalten.

Zwei Verträge, die in der Namensgebung ähnlich sind, können sich in den Leistungen unterscheiden aufgrund unterschiedlicher Versicherungssummen, Ausschlüssen und zusätzlicher Leistungen.

Daher sollte die Frage lauten:

Welche Leistungen werden für den Verlust angeboten?

Nur wenn man sowohl Beitrag als auch Leistungen betrachtet, kann ein Vertrag richtig bewertet werden.

SCHRITT 4: UNTERLAGEN UND VERTRAGSDATEN VOLLSTÄNDIG MACHEN

Während einer Bestandsaufnahme wird regelmäßig festgestellt, dass Dokumente fehlen.

Vielleicht ist nur eine Premium-Rechnung verfügbar.

Vielleicht fehlt die aktuelle Police.

Oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind nicht mehr verfügbar.

Dann lohnt es sich immer, fehlende Unterlagen anzufordern oder sie aus dem Kundenportal herunterzuladen.

Jeder Vertrag muss mindestens Folgendes zeigen:

  • wer der Versicherer ist,
  • welche Vertragsnummer gilt,
  • welche Leistungen vereinbart wurden,
  • was der Beitrag ist und
  • welche Fristen gelten.

Sie können auch einen festen Ort für Dokumente festlegen.

Zum Beispiel können Sie einen Versicherungsordner, einen digitalen Cloud-Ordner oder eine strukturierte Dokumentenablage verwenden.

Je einfacher es ist, die Dokumente später zu finden, desto einfacher wird jede Prüfung.

WELCHE DATEN IHR NICHT IN JEDE TABELLE EINTRAGEN SOLLTET

Ein Überblick über Ihre Versicherung sollte Klarheit schaffen.

Es sollte nicht notwendig sein, jedes kleine Detail zu enthalten.

Zugangsdaten, Passwörter, Gesundheitsinformationen und sehr vertrauliche Informationen sollten nicht in einem Überblick erscheinen.

Für die Organisation genügen typischerweise Vertragsdaten, Beiträge, Fristen und kurze Notizen.

Die Originaldokumente können an einem sicheren und geschützten Ort aufbewahrt werden.

BESTAND AUFNEHMEN, BEVOR IHR ETWAS ÄNDERT

Dieser Punkt ist besonders wichtig:

Verändern Sie nicht fünf Verträge gleichzeitig, nur weil Sie mit Ihrem Versicherungsüberblick begonnen haben.

Zuerst werden sie erfasst.

Dann sortiert.

Danach überprüft.

Erst danach wird eine Entscheidung zu ihnen getroffen.

Diese Arbeitsweise verhindert, dass man etwas vorzeitig ändert oder storniert.

Insbesondere bei langfristigen und persönlichen Versicherungen kann das spätere Ändern oder Stornieren schwieriger oder teurer werden.

Daher ist eine Prüfung in der Regel sinnvoller als eine sofortige Stornierung.

Nach der Erfassung aller Verträge, Vorteile, Beiträge und Fristen stellt sich die Frage:

Passt dieser Vertrag heute noch zu unserer Familie?

Die Bedürfnisse einer Familie ändern sich.

Kinder werden geboren oder werden älter.

Familieneinkommen ändert sich.

Ein Elternteil arbeitet mehr oder weniger.

Ein Haus wird gekauft.

Ein Kredit wird fällig.

Ein Fahrzeug wird verkauft.

Ein Kind zieht aus.

Ein Elternteil stirbt.

Ein Beruf ändert sich.

Oder die finanzielle Situation der Familie wird stabiler.

Was vor zehn Jahren sinnvoll war, muss heute nicht unbedingt mehr gelten.

Umgekehrt kann eine früher unnötige Sicherheit in einer neuen Situation wertvoller werden.

BEDARF BEDEUTET NICHT: MÖGLICHST VIEL VERSICHERN

Die Einstufung von Risiken bedeutet nicht, dass man gegen alle versichert sein muss.

Versicherungspolicen kosten Geld und das Ziel ist, gegen grössere Risiken abzusichern.

Kleinere Risiken können aus eigenen Mitteln abgedeckt werden.

Dies hängt direkt mit Ihren finanziellen Zielen und Wünschen zusammen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Finanzielle Ziele für Familien: Rücklagen, Wünsche und Absicherung

Zwei Personen prüfen gemeinsam Unterlagen an einem Tisch
Foto: Olena Kholina / Unsplash

VERTRÄGE IN VIER EINFACHE GRUPPEN EINTEILEN

Das Gruppieren von Verträgen lässt sich nach der Bestandsaufnahme grob durchführen.

Zum Beispiel:

1. Passt aktuell

Sie kennen den Vertrag und die Leistungen sind deutlich. Eine Überprüfung ist derzeit nicht erforderlich.

2. Prüfen

Betrachten Sie die Leistungen, Prämie, Laufzeit und/oder die persönliche Situation der/dieBetroffenen genauer.

3. Unklar

Sie verstehen die Leistungen des Vertrags nicht vollständig und/oder warum der Vertrag abgeschlossen wurde.

4. Beratung erforderlich

Sie möchten gegebenenfalls fachkundige Beratung zu bestimmten Verträgen und/oder persönlichen Situationen einholen.

Diese Einteilung ist keine endgültige Bewertung.

Sie dient lediglich dazu, herauszufinden, welche Leistungen möglicherweise nicht mehr benötigt werden.

DOPPELTE ODER ÜBERSCHNEIDENDE LEISTUNGEN ERKENNEN

Wenn Sie alle Verträge zusammen sehen, lassen sich manchmal Duplikate oder Überschneidungen von Leistungen erkennen.

Möglicherweise ist eine Leistung unter einem anderen Vertrag enthalten.

Oder es gibt mehrere Zusatzabsicherungen.

Familienverträge können dazu führen, dass ältere Verträge nicht mehr passen.

Nur weil es mehrere Verträge gibt, bedeutet das nicht, dass ein Schutz entfernt werden kann.

Es lohnt sich jedoch, genauer hinzusehen.

Wenn Sie so etwas finden, schreiben Sie:

„Prüfen“

Sie können dies später gründlicher untersuchen.

AUCH ZU WENIG ABSICHERUNG KANN EIN THEMA SEIN

Während einer Versicherungsprüfung kann es auch vorkommen, dass der Schutz nicht mehr passt.

Vielleicht hat sich der Wert eines Hauses verändert.

Vielleicht wurde ein Kredit aufgenommen.

Vielleicht ist die Familie gewachsen.

Vielleicht wurde eine vereinbarte Versicherungssumme längere Zeit nicht angepasst.

Berücksichtigen Sie beim Prüfen der Versicherung beide Richtungen:

Bezahlen wir für etwas, das wir nicht mehr benötigen?

Und

Gibt es erhebliche Risiken, für die wir nicht ausreichend geschützt sind?

VERTRAGSFRISTEN NICHT ERST KURZ VORHER SUCHEN

Manche Versicherungen enthalten feste Vertragsbedingungen oder Kündigungstermine.

Die Suche nach diesen Begriffen nur dann, wenn eine Prämienabrechnung oder eine Anpassung erfolgt, setzt Sie unter Zeitdruck.

Ein guter Überblick über Ihre Versicherungen umfasst immer das nächste wichtige Datum.

Es kann z. B. der Kündigungs- oder Ablauftermin eines Vertrags sein, die nächste Anpassung Ihrer Prämie oder die nächste Überprüfung Ihres Anbieters.

Wenn Sie diese Termine in Ihrem Kalender festhalten, können Sie entscheiden, wann der richtige Moment ist.

Einfache Erinnerungen helfen Ihnen dabei, diese Prüfungen durchzuführen.

VERSICHERUNGEN EINMAL IM JAHR KURZ PRÜFEN

Für viele Familien ist es ausreichend, ihre Versicherungen einmal im Jahr zu überprüfen.

Sie können feststellen, ob neue Verträge abgeschlossen wurden, ob alte Verträge gekündigt wurden, ob die Versicherungssummen noch ausreichend sind, ob sich unsere Lebenssituation geändert hat, ob neue Risiken aufgetreten sind usw.

DIE VERBINDUNG ZUM MONATSBUDGET

Diese jährliche Prüfung Ihrer Finanzen kann in Ihre bestehende finanzielle Routine integriert werden.

Der Zusammenhang zum monatlichen Budget:

Versicherungsprämien sind regelmäßige Ausgaben für Familien.

Wenn es Änderungen an diesen Prämien gibt, zum Beispiel Erhöhungen, sollten sie in Ihr monatliches Budget aufgenommen werden.

Jährlich oder halbjährlich gezahlte Beträge werden leicht vergessen.

Eine so große Zahlung wird oft besser auf eine monatliche Zahlung heruntergebrochen.

Zum Beispiel, wenn Ihre Versicherung 360 Euro pro Jahr beträgt, 360 geteilt durch 12 ergibt 30 Euro im Monat.

Mit diesem Beispiel würde Ihr Budget eine monatliche Zahlung von 30 Euro anzeigen.

Was die Beiträge betrifft:

Familien-Monatsbudget

DIE EXCEL-VORLAGE FÜR ZIELE UND VERSICHERUNGEN

Wenn Sie Ihre Versicherungspolicen nicht in mehreren Dateien, Ordnern und Notizen verwalten möchten, können Sie unsere Excel-Vorlage „Ziele & Versicherungen 4-5“ verwenden.

Im Versicherungsbereich können Sie unter anderem Folgendes festhalten:

  • Art der Versicherung
  • Anbieter
  • Prämie
  • Zahlungsmethode
  • Datum von Vertrag und Kündigung
  • Vollständigkeit der Unterlagen
  • Prüfung des Vertrags
  • Ihre Notizen

Diese Vorlage bewertet Ihre Versicherungspolice nicht für Sie.

Diese Vorlage soll Ihnen helfen, Ihre Verträge zu strukturieren und den Bedarf einer Prüfung zu identifizieren.

Zur Vorlage:

Ziele & Versicherungen 4–5

ALLE SIEBEN SCHRITTE IN EINER DATEI

Wenn Sie mehr organisieren möchten als nur Ihre Versicherungspolicen in derselben detaillierten Form, können Sie den „Family Financial Planner“ verwenden, der die gesamten Finanzen Ihrer Familie abdeckt.

Familien-Finanzplaner Komplett 1–7

WENN IHR NICHT WISST, WO IHR ANFANGEN SOLLT

Manchmal fehlen nicht die Unterlagen, man weiß nur nicht, wo man anfangen soll.

Hier ist zu viel los.

Die folgenden Themen hängen miteinander zusammen: das Budget, Rücklagen, Versicherungen, Sparziele, Kredite und Vermögensaufbau.

Wenn Sie sich also nicht sicher sind, welches Thema zuerst behandelt werden soll, kann eine ganzheitliche finanzielle Prüfung einige Antworten geben.

Dafür haben wir unseren Family Financial Check.

In nur 60 Minuten decken wir Ihre aktuelle Situation ab, identifizieren offene Themen und bestimmen die nächsten Schritte.

Familien-Finanzcheck

TYPISCHE FEHLER BEIM VERSICHERUNGSCHECK

Nur auf den Preis schauen

Eine niedrige Prämie bedeutet nicht ausreichenden Schutz.

Verträge sofort kündigen

Zunächst sollten Sie den Vertrag prüfen, insbesondere bei langfristigen Versicherungsverträgen.

Nicht vollständig abschließen der Unterlagen

Ohne die Versicherungsbescheinigung, eine Leistungsübersicht und einen Vertrag ist es schwierig, den Vertrag zu prüfen und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Übersehen von Jahresbeiträgen

Einmalige, jährlich abgerechnete Beiträge sind nach wie vor laufende Kosten.

Duplikate nicht identifizieren

Eine Übersicht all Ihrer Leistungen kann zeigen, dass Sie doppelte Leistungen haben.

Lebensveränderungen ignorieren

Ein vor vielen Jahren abgeschlossener Versicherungsvertrag erfüllt möglicherweise nicht mehr Ihre aktuelle Familiensituation.

Niemals wieder Ihre Versicherungen ansehen

Sogar der beste Vertrag sollte überprüft werden, wenn sich Ihre Situation, Leistungen und/oder Beiträge ändern.

EIN EINFACHER JAHRESABLAUF FÜR FAMILIEN

Mit einem sehr einfachen Prozess können Sie Ihre Versicherungsverträge im Blick behalten:

Einmal im Jahr alle Ihre Verträge ansehen.

Ihre Beiträge aktualisieren.

Verträge entfernen oder hinzufügen.

Verfallstermine prüfen.

Jüngste Lebensveränderungen berücksichtigen.

Verträge markieren, die noch offen zur Prüfung stehen.

Nur bei den vermerkten Verträgen ins Detail gehen.

Auf diese Weise müssen Sie nicht jedes Jahr jeden Vertrag von Grund auf prüfen. Sie analysieren nur das, was sich geändert hat oder unklar ist.

FAZIT: ERST ORDNUNG SCHAFFEN, DANN ENTSCHEIDEN

Die Prüfung von Versicherungen für Familien muss kein langer und komplizierter Prozess sein.

Der wichtigste Schritt ist, zuerst vollständige Klarheit zu schaffen.

Welche Verträge haben Sie?

Welche Leistungen haben sie?

Was kostet es?

Welche Fristen gibt es?

Welche Verträge sollten genauer analysiert werden?

Wenn Sie diese Informationen übersichtlich und strukturiert haben, haben Sie eine gute Grundlage.

Danach können Sie beruhigter beurteilen, wo etwas getan werden muss.

Genau darum geht es Schritt 5 der Familienfinanzen. Nicht so viele Verträge wie möglich zu ändern. Bewusst Entscheidungen über Ihre eigenen Versicherungen treffen zu können.